Mit einer Überraschung ist die NDM der Jungen zu Ende gegangen. In dem vom TSB Flensburg gut organisierten Turnier setzte nicht der Schweriner SC sondern der Hamburger Meister Eimsbütteler TV den Schlusspunkt.

Man muss sagen: "die Zuspieler haben in diesem Turnier den Unterschied gemacht". Hier waren die Hamburger am besten besetzt. Für die Husumer Jungs hat es am Ende nicht gereicht. Das athletisch stärkste Team mit den besten Angreifern war in der Annahme nicht gut genug, um die Spitzenteams entscheidend gefährden zu können. Mit dem dritten Platz holten sich die Jungfriesen zwar die Bronzemedaille, verfehlten aber ihr großes Ziel: die Qualifikation zur DM.

 

Gleich im ersten Spiel trafen man auf den vermeintlichen Titelfavoriten. Gegen den Schweriner SC legte Husum gut los und lag schnell mit 6:1 in Front. In der Folge schlichen sich aber in Annahme und Verteidigung längere Fehlerketten ein. Trotzdem konnte das Holtmann Team die Partie bis zum 20:20 offen gestalten. Eine weitere Annahmeschwäche kostete aber beim 21:25 den möglichen Erfolg. Der zweite Satz begann mit einem kollektiven "Blackout". Erst beim 2:13 gelang es, auf Augenhöhe mit dem Gegner zu spielen. Einen solchen Rückstand kann man gegen Schwerin aber nur schwer aufholen. 15:25 hieß es am Ende. Gegen den Hamburger Vizemeister WiWa Hamburg war anfangs noch die Verunsicherung aus dem Spielverlust gegen Schwerin spürbar. Am Ende behielt Husum mit 25:23 knapp die Oberhand. Den zweiten Satz vor nun gut gefüllten Rängen spielten die Friesen mit 25:18 souverän nach Hause. Das Halbfinale wurde am frühen Sonntagmorgen mit einem deutlichen 2:0 (14, 20) über den Eckernförder MTV erreicht.
Im entscheidenden Spiel um die Qualifikation zur DM trafen die Holtmann Schützlinge auf den Eimsbütteler TV. Der erste Satz gegen den Hamburger Meister verlief lange ausgeglichen. Immer wieder konnten die Jungfriesen über die schnelle Mitte durch Paul Schiller oder über den überragenden Tim Rüterhenke punkten. Gegen Ende des ersten Satzes leider wieder ein Einbruch in der Annahme, der Husum auf 21:25 zurück fallen ließ. Den zweiten Satz begannen die Stormstädter sehr stark. Schnell lag man mit 8:2 in Front. Aber wie schon am Tage zuvor waren die jungen Friesen nicht nervenstark genug, den Vorsprung über die Runden zu retten. Der Hamburger Zuspieler Ole Schwarmann setzte seinen 2,01m Riesen Konrad Thole ein ums andere Mal in Szene oder punktete selbst. Dem hatte man an diesen Tag nur wenig entgegen zu setzen. Beim 17:25 war die Niederlage perfekt und der Traum von einer Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ausgeträumt.
Im Spiel um Platz 3 spielten sich die Friesen dann den Frust von der Seele und ließen WiWa Hamburg beim 2:0 (14, 16) keine Chance. Eine kleine Sensation dann das Endspiel, welches Eimsbüttel überraschend gegen den Schweriner SC mit 2:0 (19, 23) gewann.
Husum spielte mit:
Tim Rüterhenke (MF), Max Hansen, Paul Müller, Paul Schiller, Jonathan Gräßmann, Philipp Wieske, Niko Rephun, Max Kock, Julius Kowalsi, Marvin Holtmann, Kjell Molzen, Daniel Keller
Die NDM der U16 Mädchen gewann mit dem Schweriner SC der hohe Favorit auf die Meisterschaft, der dem MSV Pampow im Endspiel beim 2:0 (7, 16) nicht den Hauch einer Chance ließ. Einen tollen dritten Platz erreichten die Mädchen vom Kieler TV, die sich gegen den SC Neubrandenburg mit einem klaren 2:0 durchsetzen konnten. Den sechsten Platz konnte sich der TSV Klausdorf sichern. Einen Achtungserfolg erreichte der TuS Busdorf, der als Ausrichter noch vor dem Hamburger Meister SCALA auf Platz 7 das Turnier abschloss.

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