Der TSV stemmt Mammut-Heimspiel-Tag.

Der 05.11.2016 stand für die Friesengeister unter einer logistischen Mammutaufgabe. Nicht weniger als drei Heimspieltermine an einem Tag mussten zum größten Teil parallel bewältigt werden. Vormittags traten elf U13 Mannschaften in einer leider mal wieder sehr kühlen Sporthalle der Theodor-Storm-Schule an. Mit dabei auch zwei Husumer Teams. Obwohl die Kinder zu einem Großteil noch recht jung waren, konnten sie tolle Spiele zeigen. Während die Jungen von Husum 1 unter der Leitung von Eugen Micheilis weiter an sich arbeiten konnten, waren die Mädels von Husum zum allerersten Mal dabei. Noch etwas zögerlich und beindruckt von den 2-3 Jahre älteren Jungenmannschaften machten sie ihre Sache aber sehr gut. Es ging darum dieses Gefühl und die Atmosphäre kennenzulernen und bei dem einen oder anderen Spiel mussten sie mit nur sehr wenigen Punkten das Spiel abgeben. Sie werden spielerisch weiter wachsen und haben einen tollen Anfang gemacht.

Am Nachmittag folgte dann der Höhepunkt des Tages. Die zweite Herrenmannschaft trat in der Bezirksliga gegen den Kieler TV und den TSV Satrup an. In der Theodor-Storm-Schule mussten die Hausherren leider erneut sehr dezimiert antreten. Gegen den Kieler TV standen aufgrund von Krankheit, Arbeit, Schule und anderweitiger Gründe nur 6 Friesen zur Verfügung. Im zweiten Spiel gegen den TSV Satrup konnte dann Spieler Nr. 7 für etwas Entspannung sorgen. Dieses Team besteht zum Großteil aus U16 und U18 Jugendlichen sowie dem einen oder anderen Volleyball-Veteran. Eine interessante Mischung, die jedoch Zeit braucht. So war es auch kein Beinbruch, dass beide Spiele leider mit 0:3 abgegeben werden mussten. Mit dem einen oder anderen weiteren Spieler hätten die Ergebnisse auch deutlich anders aussehen können. Das Spiel gegen Satrup war auch schon deutlich besser, doch der Gegner war einfach zu ausgefuchst.

damen hpIn der Hermann-Tast-Schule war Großkampftag angesagt. Sowohl die ebenfalls deutlich dezimierten Damen, als auch die erste Herrenmannschaften spielten parallel an diesem Tag. Die Friesenladies, ebenfalls nur mit 6 Spielerinnen, traten zunächst gegen den Eckernförder MTV an. Hier kamen sie nicht richtig in Schwung bzw. es fehlten noch ein paar Körner um ernsthaft ins Geschehen eingreifen zu können. Das Spiel ging mit 0:3 (14:25, 20:25, 16:25) an die Gäste. Im zweiten Spiel gegen den TuS Busdorf sah es dann schon anders aus. Es ging hin und her und es war kein Wunder, dass dieses Spiel über 5 Sätze ging, wobei das glücklichere Ende beim 3:2 bei den Schleswigern lag. Die Husumerinnen starteten furios und gewannen den ersten Satz mit 25:7. Der zweite Durchgang ging dann mit 16:25 an den Gegner. Satz drei war dann lange recht umkämpft, doch am Ende setzten sich die Friesinnen mit 25:20 durch, bevor sie erneut mit 16:25 das Nachsehen hatten. Der fünfte Satz mnusste also entscheiden. Mit bereits 7 Sätzen in den Knochen und nur 6 Spielerinnen wurde es natürlich ein enormer Kraftakt für die TSV´lerinnen. Sie stellten sich dieser Aufgabe bravurös, aber es sollte nicht reichen. Mit 10:15 ging dieser Durchgang an den TuS Busdorf. Es war jedoch eine gute Leistung und die Mädels sind bereit für weitere Aufgaben. Bleibt zu hoffen, dass die Kaderstärke, wie auch bei der zweiten Herrenmannschaft, zuküfntig wieder etwas breiter ausfällt.

Die erste Herren musste ebenfalls auf zwei Akteure auskommen, konnte aber mit 9 Spieler noch immer recht gut aufgestellt in diesen Spieltag gehen.
Es kamen die FT Preetz und der Kieler TV in die Storm-Stadt mit der Absicht wichtige Punkte zu entführen. Nach dem ausgeglichenen Saisonstart der Friesen (3:0 gegen den Kieler MTV und 1:3 gegen den MTV Heide) wollten die Husumer ihren Heimvorteil möglichst gut ausnutzen. Zudem ging auch ein recht junges Team an den Start. Zum ersten Mal in ihrer noch recht jungen Karriere spielten Jesper Hansen (Zuspiel), Jasper Frerichs (Mitte), Kristof Hansen (Libero) und Lennart Empen (Außen) über weite Strecken des Tages. Es wurden keine überdeutlichen Satzerfolge verzeichnet, aber sowohl beim 3:0 (25:23, 25:20, 25:23) gegen die FT Preetz als auch beim 3:1 gegen den Kieler TV (25:21, 24:26, 25:16, 26:24) kam selten ein Gefühl der Niederlage auf. Lediglich am Ende des zweiten Spiels wurde es noch mal etwas spannend. Trotz einer guten Führung während des vierten Satzes erlaubten sich die Friesen eine deutliche Schwächephase und Preetz nutze dieses optimal bis zur 24:21 Führung aus. Es sah alles nach einem fünften Satz aus. Doch dann starteten die Friesen einen fulminanten Endspurt. Fünf Aufschläge in Folge führten entweder direkt oder im Spielverlauf zu Husumer Punkten und so war der Jubel nach dem 26:24 reisen groß.
Mit dieser guten Leistung kletterten die Friesengeister auf den zweiten Tabellenplatz vor. Die Punkteverteilung und Satzverhältnisse sind jedoch noch sehr eng beieinander und es müssen die weiteren Spiele mit der gleichen Intensität bestritten werden. Bereits nächste Woche geht es zum Drittplatzierten aus Flensburg. Diese Aufgabe wird ungleich schwerer bei einem der Schwergewichte unseres Landes. Doch Favoritenrollen mögen die Husumer eh nicht besonders und insofern ist diese Konstellation schon gut so. Bei einer Leistung, wie es bei diesem Heimspieltag der Fall war, kann auch in Flensburg ein erfolgreiches Abschneiden möglich sein. 

Nach oben