Die 1. Herren verlor ihr letztes Spiel der Saison ganz knapp mit 2:3 (20:25, 26:24, 23:25, 25:23, 12:15) bei der TG Rangenberg und verpasste damit die letzte Minichance auf einen direkten Verbleib in der Verbandsliga. Dafür hätte es drei Punkte gebraucht.

Mit der Niederlage in Lübeck riss auch die Siegesserie der Husumer, die aber zum Abschluss die beste Saisonleistung zeigten. Bei den beiden Siegen gegen Eckernförde und Strande zuvor hatte es deutlich weniger Gegenwehr gegeben. Dieses Mal kämpften sich die Friesen Dynamites gegen einen Gegner auf Augenhöhe durch fünf Sätze. "Wir haben uns deutlich entwickelt, das haben auch unsere letzten Gegner anerkannt", freute sich Trainer Oliver Wagner trotz des vom Ergebnis her enttäuschenden Abschlusses der Spielzeit. "Ich bin stolz auf diese Mannschaft, die unter ganz schwierigen Bedingungen gestartet ist und nie den Willen und die Bereitschaft zum harten Arbeiten verloren hat."

Sowohl die Herren als auch die Damen hatten noch viel vor an diesem Tag. Die Herren brauchten weitere Punkte im Abstiegskampf und reisten zum SC Strande. Sie hatten zum ersten Mal 12 Spieler an Bord. Selten zur Verfügung stehende Spieler, wie Malte Jürs, Jan Ole Hussels oder Jeppe Mölck, konnten mit von der Partie sein. Während sie noch zunächst ein Spiel pfeifen mussten, erreichte sie die frohe Botschaft, dass die Damen den Tabellenführer 3:0 geschlagen hatten. Welch ein toller Erfolg?! Die Herren zeigten ebenfalls ein gutes Spiel und gewannen 3:1. Drei weitere Punkte gegen den Abstieg. Der Jubel war riesig! Doch es dauerte nicht lange, da kam die Nachricht, dass Konkurrent Wilster gegen Neumünster gewonnen hatte. Es wurde spontan still. Aus dem gefeierten abgegebenen letzten Tabellenplatz wurde schnell wieder die rote Laterne. Es hätte mit einem weiteren Sieg am letzten Spieltag gar der drittletzte und damit sichere Tabellenplatz werden können. Nun müssen drei Punkte her, um den vorletzten und wohl auch sicheren Platz zu erreichen.

Am Samstag, den 01.03.2014, reisten die Friesen Dynamites zu ihrem drittletzten Spiel in dieser mehr als frustrierenden Saison. Zu oft hatten sie nach ihrem personellen Aderlass zu Beginn dieser Spielzeit gut mitgespielt, aber dennoch knapp den Kürzeren gezogen.

Einige starke Spieler hatten das Team aus beruflichen Gründen verlassen und diverse Versuche, talentierte Spieler zu gewinnen, schlugen fehl. Somit mussten mehrere Spieler aus der zweiten Mannschaft herangezogen werden, die innerhalb einer Saisonvorbereitung für die Verbandsliga fit gemacht werden mussten. Sie haben sich zweifelsohne gesteigert, doch die Luft in der Verbandsliga ist eine andere. Dann kam noch hinzu, dass mit Tove Jannsen und Christian Jessen zwei etablierte Husumer Urgesteine zu Langzeitverletzten wurden. Personelle Abgänge müssen jedes Jahr hingenommen werden. Da fehlt den Husumern einfach eine starke Region. Schaut man sich höher spielende Vereine einmal an, dann sieht man, wo die jungen Spieler abbleiben. Einerseits irgendwie gemein, weil die hoch spielenden Vereine keine Nachwuchsarbeit betreiben müssen, andererseits muss man sich damit abfinden. Aber es warten sicherlich auch schon die nächsten Jugendspieler auf ihre Einsätze bei den Husumer Herren. Sie haben in den letzten Jahren die gute Ausbildung und das Engagement des TSV Husum erhalten und können somit ebenfalls bald bei den Erwachsenen durchstarten. Die Zuschauer dürfen sich dann sicherlich auf die nächsten Talente, die in den vergangenen Jahren Landesmeistertitel und weitere Erfolge gefeiert haben, freuen.

Die Friesen Dynamites haben es leider nicht geschafft, die "rote Laterne" abzugeben. Trotz teils guter Leistungen haben die individuellen Fehler den Ausschlag gegeben. Gegen Wilster führte das zu einem 1:3 (25:22, 23:25, 20:25, 19:25). Auch gegen den Tabellenführer aus Wik langte es am Ende nicht. Hier stand es zum Schluss ebenfalls 1:3 (19:25, 23:25, 25:23, 23:25). Bei noch vier ausstehenden Spielen wird es langsam eng für den Erhalt der Klasse, zumal zwei Spiele gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenregion anstehen. Aber, wie sagt man so schön: "Die Hoffnung stirbt zuletzt".

Die Friesen Dynamites haben den ersten Sieg eingefahren. Mit einem sauberen 3:1 (20, -24, 16, 22) hat sich unsere 1. Herren erst einmal ein wenig Luft vom Tabellenende schaffen können und die Laterne an die Wilsteraner abgegeben