Unsere Herrenmannschaft musste am 11.10. gleich mehrere Ausfälle kompensieren, waren sich ihrer "Mission" jedoch durchaus sicher, weitere Punkte zu holen. Ohne Trainer, sowie ohne Zuspieler Finn, Mittelblocker Daniel und Außenangreifer Benny ging es zum Ferienbeginn zum TuS H/M Kiel. Trotz der Ausfälle wollten die Herren mit Zuspieler und Spielertrainer Helge Jürs die nächsten Punkte gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner mit nach Hause nehmen.

Doch die Kieler begannen wie die Feuerwehr bzw. unsere Friesen kamen nur schwer in Gang. Ruckzuck stand es 6:0 für Kiel. Von nun an ging es ausgeglichen weiter und bis zum Ende konnten die Husumer aufschließen. Letztendlich hatten die Kieler beim 31:29 das bessere Ende für sich. Gewarnt von diesem Satz, der von fehlerhaften Angriffen und einem kaum vorhandenen Block geprägt war, sollte es nun im zweiten Satz von Anfang an mit mehr Konzentration bzw. Konsequenz voran gehen. Doch schon wieder entstand gleich zu Beginn ein größerer Rückstand, der bis zum Ende aufgeholt werden musste. Dieses Mal hatten die Husumer jedoch das Glück auf der eigenen Seite und gewannen mit 25:23. Wer nun glaubte, das Spiel hätte seine Richtung gefunden, sah sich getäuscht. Im dritten Satz funktionierte kaum noch etwas auf Husumer Seite und die Kieler spielten von Anfang bis Ende konstant ihr Spiel. Da hilft es auch nicht, wenn die individuellen Stärken auf Seiten der Friesen lagen, wenn sie nicht abgerufen werden konnten. Kiel gewann sage und schreibe 25:15. Über diesen Satz muss dementsprechend nichts mehr gesagt werden. Hiervon wurde die Mannschaft nun aber scheinbar wachgerüttelt. Zwar sehr spät, aber besser als gar nicht. Husum konnte sich von Beginn an einen kleinen Vorsprung erspielen und diesen bis zum Ende halten. Doch die zwei Satzbälle am Ende konnten nicht genutzt werden. Ganz im Gegenteil, Kiel glich zum 24:24 aus und es entstand ein weiterer Schlagabtausch, den Kiel mit 28:26 für sich entscheiden konnte. Damit war die 3:1 Niederlage besiegelt und alle Friesen waren ratlos und schockiert. Wie konnte das passieren? Wir waren doch eigentlich sicher und entschlossen, dieses Spiel für uns entscheiden zu wollen. Leider fehlte es im Angriff an den notwendigen Punkten. Zu viele Angriffe gingen ins Aus, ins Netz oder zu harmlos auf des Gegners Seite. Der Husumer Block, der in der Vergangenheit immer besser geworden war, trat heute fast gar nicht in Erscheinung. Dann kamen phasenweise noch zu viele Aufschlagfehler hinzu und ein hoch motivierter Gegner, der sehr gut in der Abwehr gearbeitet hat und seine Chancen am Netz äußerst effektiv ausgenutzt hat.

In der Summe ist das Ergebnis also doch kein Rätsel mehr. Die Friesen haben nun sicherlich verstanden, dass die Landesliga kein Spaziergang ist und bei jedem Spiel das Maximum abgerufen werden muss, wenn die Tabellnspitze das erklärte Ziel ist. Verbuchen wir das als ein Warnschuss zur rechten Zeit. Die obere Hälfte der Liga ist offenbar sehr ausgeglichen und somit haben hier momentan 4-5 Mannschaften Chancen auf die begehrten zwei vorderen Plätze. Also Männer, Kopf hoch, Mund abputzen, und dann geht es unter Volldampf an die nächsten Aufgaben heran. 

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