TSV-Herren haben die Chance auf die Vize-Meisterschaft.

180210 03Am Sonntag, den 11.02.2018, hatten die Friesen den TSV Wattenbek und den Kieler TV zu Gast in der heimischen Hermann-Tast-Schule. Mit etwas Verzögerung aufgrund des spontanen Wintereinbruches konnte es auch schon losgehen. Leider konnten nicht alle Spieler teilnehmen und auch die Erkältungswelle hatte seine Finger im Spiel, aber wer die TSV´ler in dieser Saison kennt, der weiß, dass sie sich nur sehr ungerne geschlagen geben.

Das erste Spiel gegen den Tabellenvorletzten vom TSV Wattenbek nahm zunächst einen erwarteten Verlauf. Die Husumer dominierten das Spiel und konnten klare Akzente setzen. Der erste Satz ging mit 25:18 recht deutlich an die Friesen. Doch bereits im zweiten Satz änderte sich das. Die Wattenbeker wurden mutiger und die TSV´ler ruhten sich womöglich zu sehr auf den bisherigen Leistungen aus.

Zwar gewannen sie auch den zweiten Satz, doch beim 25:22 lief bei Weitem nicht mehr alles rund. Vielleicht lag es auch an dem Spieltermin, denn Sonntagvormittage waren in diesem Jahr nicht unbedingt förderlich für die Friesen. Und als wenn es nicht schon spannend genug war, so wurde es im dritten Satz noch enger. Wattenbek hielt gut mit und brachte die Husumer immer wieder in Bedrängnis. Am Ende wurde es ein kleiner Krimi, den die Friesen mit 28:26 doch noch knapp für sich verbuchen konnten.

Durch den Spielverlauf waren die Stormstädter nun gewarnt, wobei der Kieler TV mit seinem vollen Kader ohnehin schon für ausreichend Anspannung und Motivation sorgte. Das Hinspiel in der Landeshauptstadt konnten die Husumer etwas überraschend deutlich mit 3:0 gewinnen und vermutlich lag hierin auch die besondere Motivation der Kieler. Sie gingen frisch ans Werk und zeigten von Anfang an, warum sie den schwerlichen Weg durch das Schneetreiben auf sich genommen hatten. Sie wollten hier unbedingt gewinnen und das war deutlich zu spüren. Die Husumer mussten also noch mal sämtliche Reserven aktivieren, um hier weitere Punkte holen zu können. Und das gelang zu Beginn sehr gut bzw. die Kieler waren womöglich etwas überrascht über die schnelle Regeneration ihres Gegners. 25:16 gewann der TSV den ersten Satz. Dieses Zeichen nahmen die Kieler nun ernst, während die Husumer etwas leichtfertig wurden. Zu leichtfertig, wie sich am Ende zeigen sollte. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und am Ende hatten die Kieler mit einem sage und schreibe 32:30 das glücklichere Ende für sich. An diesem Punkt fassten sich die TSV-Männer ein Herz. Dieses Ergebnis sollte sich nicht wiederholen und plötzlich lief es wieder deutlich besser. Das Resultat war ein 25:18 für den TSV. Doch anstatt nun den Sack zuzumachen wurde wieder nachgelassen. Oder letztendlich schwanden nun womöglich auch langsam die Kräfte. Diese Situation nutzten die Kieler effektiv aus und konnten mit 25:17 davonziehen. Somit musste mal wieder ein Tie-Break entscheiden und die TSV´ler aktivierten noch einmal alles, was in den Knochen steckte. Erste Blessuren machten sich bemerkbar und mussten teilweise auch ersetzt werden. Der Punktestand kletterte gleichmäßig bergauf. Glücklicherweise konnten meist die Friesen einen Punkt vorlegen bevor Kiel nachzog. Dieses ging bis zum 13:13 so und erneut konnte Husum beim 14:13 vorlegen und somit den Matchball erspielen. Und dann schafften sie tatsächlich noch einen zweiten Punkt in Folge und konnten mit 3:2 als Sieger vom Platz gehen. Welch ein Jubel und erneut eine bärenstarke Leistung in Schleswig-Holsteins höchster Liga.

Durch diese erneuten Erfolge sieht die Tabelle nun über alle Maßen erfreulich aus. Der Wiker SV ist als Meister nicht mehr einzuholen, aber dahinter stehen aktuell die Friesen-Dynamites. Eigentlich müsste man sich verwundert die Augen reiben. Waren die Husumer doch aufgestiegen und hatten ihr vorrangiges Ziel mit dem Klassenerhalt definiert. Dass die Saison nun so verlaufen ist, wie bisher, ist kaum zu verstehen. Das soll natürlich nicht die Leistung des Teams schmälern, sondern drückt eindrucksvoll aus, was die Mannschaft offensichtlich für eine Entwicklung gemacht hat. Wir erleben also eine der erfolgreichsten Spielzeiten. Nun wartet noch ein Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten vom SC Strande und am letzten Spieltag das Auswärtsspiel in Lübeck. Und wie es der Zufall so möchte, könnte sich ein kleines Finale entwickeln. Lübeck muss zunächst noch auswärts in Wattenbek antreten und am letzten Spieltag zunächst gegen Neumünster und dann gegen Husum antreten. Sollte also Husum in Strande bestehen können und Lübeck in Wattenbek siegen und dann zu Hause sein erstes Spiel gegen Neumünster ebenfalls gewinnen, sind beide Mannschaften punktgleich und spielen im direkten Vergleich um die Vize-Meisterschaft in der Verbandsliga Schleswig-Holstein. Welch ein tolles Saisonfinale für unsere Männer. Aber warten wir es ab. Wie schon beschrieben, warten zuvor noch ein paar Spiele auf alle Beteiligten und die Friesen werden weiterhin ihrer Linie treu bleiben. "Wir sind neu in der Liga und gehen Schritt für Schritt. Jedes Spiel ist eine große Herausforderung, die mit größtem Einsatz und Motivation angegangen werden muss."

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