Die erste Herren bleibt ersatzgeschwächt hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Am 14.11.2015 ging es für die Dynamites nach Kiel um dort gegen den Tabellenführer vom Suchsdorfer SV anzutreten. Solche Spiele liegen den Friesen in der Regel recht gut, konnten sie ja bereits den früheren Tabellenführer und aktuell Tabellenzweiten vom MTV Wilster schlagen. Leider mussten die Husumer über die Woche und auch kurzfristig mehrere Ausfälle hinnehmen, was die taktischen Möglichkeiten enorm einschränkte. Mit Mattes Dommaschk fehlt verletzungsbedingt weiterhin ein wichtiger Mittelblocker. Diese Position war ein einziges Sorgenkind an diesem Tag. Krankheits- oder verletzungsbedingt fielen Jannis Mylin und Max Kock aus und kurzfristig konnte auch Nachwuchs-Mittelblocker Leo Knütel nicht eingesetzt werden. Mit Ramon Andreä fehlte ein Hochkaräter auf der Außenbahn und Libero Kristof Hansen sowie Nachwuchs-Zuspieler Jesper Hansen waren ebenfalls nicht mit von der Partie.

Die Kieler stellten sich als äußerst unanagenehm zu spielen dar. Es war keine übermäßig starke Mannschaft auf der Gegenseite, doch sie sind schwer auszurechnen. Das Spiel begann mit einer sehr schwachen Annahme. Viele Bälle gingen unbrauchbar aus dem Spiel oder Zuspieler Finn Hauf hatte viel Mühe diese Bälle gefährlich im Spiel zu halten. Somit war dieser erste Satz kaum der Rede wert aus Husumer Sicht. Zu wenige Bälle konnten den Gegner ernsthaft in Bedrängnis bringen. Auch die Fehlerquote in den Aufschlägen war an diesem Tag äußerst hoch. Im zweiten Satz konnten sich die Friesen etwas stabilisieren. Es war noch immer nicht das Gelbe vom Ei, aber es reichte für den ungefährdeten Satzgewinn. Die Kieler waren sichtlich angeschlagen, konnten ihrem Niveau jedoch treu bleiben, während die Husumer einfach keine Schippe drauflegen konnten. Sowohl im dritten als auch im vierten Satz liefen sie einem Rückstand hinterher. Zum Ende des vierten Satzes konnten die TSV-Herren noch einmal für Spannung sorgen und holten Punkt für Punkt auf. Sie hielten dagegen, doch beim 21:25 machten die Kieler dann den Sack zu.

Sehr unzufrieden und auch etwas überrascht sowie in gewisser Weise ratlos über die eigene Leistung mussten die Husumer die Heimreise antreten. Ein merkwürdiges Spiel, in dem sie kaum in Fahrt gekommen waren gegen einen Gegner, der keine besonderen Fähigkeiten in die Waagschale geworfen hatte. Hier wäre mit einer geringeren Fehlerquote deutlich mehr zu holen gewesen. Aber auch die vielen Ausfälle hatten sicherlich für etwas Unsicherheit und auf jeden Fall für kaum vorhandene taktische Alternativen gesorgt. Wie dem auch sei... Die Männer werden sich wieder auf ihre Stärken besinnen und wenn der Kader wieder vollzählig antreten wird und alle ihre eigene Leistungen wieder unter Kontrolle gebracht haben, wird es auch wieder ganz anders aussehen. Es gibt solche schwarzen Tage und es kommt darauf an, die richtige Antwort darauf zu finden. Und das können unsere Friesen definitiv. Dann werden sie am 05.12. in Heide wieder ganz anders auftreten und die Hinrunde besiegeln.

Es spielten: Helge Jürs, Finn Hauf, Henning Jessen, Sebastian Schaudt, Knut Paulsen, Ulf Langwasser, Dirk Brzezinski und Alexander Seikowsky

Nach oben