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Presseberichte 2011 / 2012

Friesen Dynamitess : Oststeinbek Pirates

Aus dem Tief gekämpft

Es geht bergauf bei den Friesen Dynamites. Das Team schmetterte gegen Tabellenführer Oststeinbeker SV endlich wieder mit viel Einsatzwillen, Energie und Spielfreude. Die 0:3-Niederlage (21:25, 19:25, 24:26) geht vor allem deshalb in Ordnung, weil die Friesengeister den Hamburger Gästen bis zuletzt das Volleyball-Leben schwer machten, aber noch nicht wieder die Konstanz und Durchsetzungsfähigkeit vom Saisonstart hatten.

Vor allem im dritten Satz zeigte das Team schon fast vergessene Tugenden. Lange Zeit führten die Husumer, kurz vor Ende des Satzes sogar 23:20. Der Durchgang war fast gewonnen. Doch den Dynamites ging die Puste aus, den Oststeinbekern wurde das Punkten zu leicht gemacht. Hinzu kamen zu viele leichte Eigenfehler – eine Beobachtung über die gesamte Spielzeit. Das muss bis zum kommenden Sonntag besser werden. Dann fährt der TSV zum Tabellensiebenten Eimsbüttel. „Zwei Punkte wären toll“, sagt Trainer Oliver Wagner.

Wieder mal mussten die Husumer ihr Team umstellen. Zwei wichtige Spieler konnten nicht mit schmettern. Gegen den OSV neu dabei waren der zum Teil genesene Mittelblocker Benjamin Burk und Wiedereinsteiger Frederick Mülder. Zudem half der erst 14-Jährige Marten Ketelsen in einigen Verteidigungs-Rotationen aus. Insgesamt nahmen die Husumer die Herausforderung eines erzwungenen Systemwechsels gut an und spielten über weite Strecken munter mit. Kleinere Rückfälle zwischendurch warfen das Team zwar nach Punkten zurück, aber nie ganz aus dem Konzept.

Insgesamt ein Spiel, das Lust auf mehr macht, sagten auch viele der Fans in der Halle. „Wir werden bis zum Spiel in Eimsbüttel an einigen Schrauben drehen müssen, aber ich bin zum ersten Mal seit Wochen wieder der festen Überzeugung, dass die Mannschaft auch angreifen will“, so Wagner. „Wir haben in den vergangenen Trainingseinheiten viel über Motivation, Ziele und Kommunikation auf dem Feld gesprochen. Jetzt haben wir einen großen Schritt gemacht. Ich freue mich auf den Rest der Saison und bin sicher, dass wir uns von Woche zu Woche weiter entwickeln werden.“

Erfolgreichster Punktesammler der Husumer war Schnellangreifer Benedikt Volk, der auf 12 Punkte kam. Seine ansteigende Form konnte auch Diagonalangreifer Carsten Hempel bestätigen. Der 17-Jährige schenkte den Oststeinbekern neun Bälle (fünf Angriffe, drei Blocks und einen Aufschlag) ein. Bester Annahmespieler beim TSV war Jonathan Seger, der 90 Prozent der 40 auf ihn gezielten Aufschläge gut oder perfekt zum Zuspieler brachte.